Timmins Gold legt Geschäftsergebnis für das 1. Quartal 2015 vor

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Das bereits Mitte April von Timmins Gold (ISIN: CA88741P1036 / TSX: TMM – http://bit.ly/1wxDknG – ) vorgelegte Produktionsergebnis für das 1. Quartal 2015 hatte schlimmeres befürchten lassen. Insofern können die in dieser Woche präsentierten Geschäftszahlen für das Anfangsquartal durchaus als "positiv" eingeordnet werden. Zwar musste der in Mexiko tätige kanadische Edelmetallproduzent in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust von 710.000 USD hinnehmen, konnte aber zumindest für die wichtige Kennziffer "Gewinn pro Aktie" noch eine – wenn auch "rote" – "Null" verbuchen. Trotzdem blieb man damit knapp hinter den Erwartungen der meisten Analysten zurück, die auf einen kleinen Gewinn von 0,01 USD pro Aktie gesetzt hatten.

Insgesamt konnte die in Vancouver / British Columbia ansässige Gesellschaft im ersten Quartal 24.155 Unzen Gold sowie 15.309 Unzen Silber verkaufen und damit einen Umsatz von 29,5 Mio. USD erzielen. Im Vorjahresquartal hatte der Umsatz allerdings noch bei etwas über 47 Mio. USD gelegen. Damals konnte man aber auch noch 36.763 Unzen Gold und 26.647 Unzen Silber zu einem durchschnittlichen Goldpreis von 1.280,- USD pro Unze absetzen. Im Anfangsquartal 2015 lag der realisierte Edelmetallpreis nur noch bei durchschnittlich 1.221,- USD pro Unze.

Da zudem die Produktionsausgaben ('cash costs') unter Berücksichtigung des Nebenprodukts Silber aufgrund niedrigerer Goldgehalte sowie höherer Spreng- und Treibstoffkosten von 703,- pro Unze im Vorjahresquartal auf 925,- USD pro Unze im Berichtszeitraum anstiegen, stand für den operativen Bereich am Quartalsende letztlich ein Verlust von 222.000 USD zu Buche, nachdem man im Vorjahr hier noch einen Gewinn von 12,9 Mio. USD erzielen konnte. Auch die Gesamtförderkosten auf Nebenproduktebasis ('all-in sustaining costs') fielen mit 1.055,- USD pro Unze Gold rund ein Drittel höher aus als im Vorjahreszeitraum, als sie noch bei 790,- USD pro Unze gelegen hatten. Dementsprechend ging auch der Cash Flow gegenüber dem Anfangsquartal 2014 um 38,8 % auf 7,5 Mio. USD zurück.
Nicht zuletzt aufgrund einer Mehrwertsteuerrückerstattung in Höhe von 4,8 Mio. USD sowie zusätzlicher Einnahmen von 3,5 Mio. USD aus dem Vorabverkauf von 2.800 Unzen Gold, deren Auslieferung erst im April erfolgte, konnte Timmins am Quartalsende immerhin noch einen Barmittelbestand von 25 Mio. USD vermelden. Darüber hinaus stieg die Bilanzsumme des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr um 8,5 % auf 312,4 Mio. USD an.

Timmins Gold-CEO Bruce Bragagnolo gab sich daher trotz der geringeren Goldausbeute und dem leichten Verlust relativ versöhnlich. In seiner Stellungnahme hob er insbesondere das erzielte Barmittelergebnis hervor, welches der Gesellschaft zusammen mit dem beim derzeitigen Goldpreisniveau erzielbaren Cash-Flow ermöglichen würde, den laufenden Betrieb sowie den geplanten Ausbau der neuen Projekte zu stemmen. Zudem strebe man weiterhin an, zumindest das untere Ende der ursprünglichen Produktionsvorgabe zu erreichen. So sei gemäß des bisherigen Abbauplans vorgesehen, in der zweiten Jahreshälfte 55 % der für dieses Jahr angestrebten Förderung zu erzielen. Allerdings würden die Planungen angesichts der neuen hochgradigen 'South Wall'-Entdeckung im Bereich der 'San Francisco'-Mine derzeit noch angepasst.

Zufrieden sein konnte der CEO außerdem mit dem Ergebnis der diesjährigen Hauptversammlung seines Unternehmens am 29. April, bei der insbesondere die geplante Übernahme von Newstrike Capital im Mittelpunkt stand. Mit einer großen Mehrheit von 92 % sprachen sich demnach die Aktionäre für die bereits Mitte Februar vereinbarte Akquisition aus, die nun im Laufe dieses Monats vollzogen werden soll. Dabei erhalten die bisherigen Newstrike-Aktionäre für jedes ihrer Papiere 0,9 Timmins-Aktien sowie 0,0001 CAD in bar. Im Gegenzug übernimmt Timmins u.a. das bislang von Newstrike vorangetriebene 'Ana Paula'-Projekt im mexikanischen Bundesstaat Guerrero, das der Gesellschaft – gemeinsam mit dem bereits Ende letzten Jahres erworbenen 'Caballa Blanco'-Projekt – weiteres Wachstum ermöglichen soll.

"Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, das 'Ana Paula'-Projekt fortzuentwickeln, jetzt da die Aktionäre von Timmins Gold und Newstrike Capital mit überwältigender Mehrheit für die geplante Vereinbarung gestimmt haben", so CEO Bragagnolo in einer Stellungnahme. "Das Asset ist ein hochgradiges, mit hoher Gewinnmarge ausgestattetes Projekt mit relativ geringem Kapitalaufwand, wodurch unser Produktionsniveau signifikant gesteigert und unser konsolidiertes Kostenprofil dramatisch reduziert werden dürfte." Darüber hinaus befinde sich das Projekt auch noch in Mexiko, was es dem Unternehmen ermögliche, von den bereits im Land gewonnenen Entwicklungs- und Betriebserfahrungen zu profitieren. Sobald die Transaktion abgeschlossen sei, wolle man das Projekt sowohl im Hinblick auf das Genehmigungsverfahren als auch die technische Optimierung vorantreiben. Detailliertere Informationen hierzu kündigte der CEO für die nahe Zukunft an.

Und auch im Hinblick auf das 'Caballo Blanco'-Projekt hatte der Timmins-Geschäftsführer noch ein paar Neuigkeiten parat. So habe das Unternehmen im Rahmen der Einreichung einer neuen Umweltverträglichkeitsprüfung bereits Gespräche mit verschiedenen Interessensvertretern geführt. Zudem sei mit der Planung interner und externer Studien zur Optimierung technischer Schlüsselaspekte wie der Zerkleinerung des Gesteins oder des Laugungsprozesses begonnen worden.

Insofern scheinen die Blicke der Timmins-Unternehmensleitung nach dem insgesamt doch eher enttäuschenden Anfangsquartal bereits wieder voll auf die Zukunft gerichtet zu sein, die – eine positive Entwicklung der Edelmetallpreise vorausgesetzt – weiterhin durchaus erfolgversprechend sein könnte.

Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

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